Rückblick auf die Informationsveranstaltung

15.07.2019

Trotz extrem kurzfristiger Kommunikation seitens der Gemeinde war der Saal im Kongresszentrum bis auf wenige Plätze gefüllt, als die Behörden, Vertreter der Rega, das BAZL und das Ingenieurbüro über den geplanten Heliport informierten. Die Grundstimmung zeigte klar und deutlich: Die Bevölkerung ist gegen einen Heliport in Davos. Zahlreiche Gegner und kritische Stimmen meldeten sich zu Wort mit Bedenken und Fragen zu Wort, die leider teilweise sehr ausweichend beantwortet und am Schluss ganz abgeklemmt wurden.

In diesem Zusammenhang danken wir allen Anwesenden für ihren Einsatz und die engagierten Diskussionen. Trotz der kurzen Anlaufzeit konnten wir als IG bei den Behörden und beim Landammann unsere Anliegen platzieren.

Die Veranstaltung zeigte, dass die Planung bereits weit fortgeschritten ist und ein Heliport schon in zwei bis drei Jahren eröffnet werden könnte. Trotzdem blieben viele kritische Fragen unbeantwortet. Insbesondere bezüglich der kommerziellen Nutzung wurde nur schwammig und ausweichend informiert. Klar ist, dass rund 3000 Bewegungen in Davos geplant sind, die Rega aber nur ca- 200-300 beansprucht. Sind die restlichen 2700 Bewegungen für den Kommerz gedacht? Die grosse Diskrepanz gibt uns zu denken.

Unklar ist auch, welche Mitsprachemöglichkeiten die Bevölkerung zu diesem wichtigen Projekt haben wird. Das Mitwirkungsverfahren beim Sachplan ist reine Augenwischerei und schafft keine Möglichkeit, auch wirklich mitzuentscheiden. Gemäss Ingenieurbüro wurden 13 Standorte anhand von technischen Faktoren geprüft, wobei sich die ARA als bester Standort herausgestellt hätte. Die Anliegen der Bevölkerung spielten dabei keine Rolle. Man wird den Eindruck aber nicht los, dass die ARA auch deshalb ein optimaler Standort ist, weil es der einzige ist, an dem ohne Umzonung und Mitspracherecht ein (auch kommerzieller) Landeplatz erstellt werden kann.

Für uns ist deshalb klar: Wir müssen den politischen Druck weiter auszubauen und den Widerstand nicht abreissen zu lassen. Dazu bauen wir zurzeit ein breit abgestütztes Komitee auf und lassen die Möglichkeiten abklären, wie wir unsere Anliegen aufs politische Parkett bringen können. Natürlich sind alle herzlich eingeladen sich in unserer Sache einzubringen, in welcher Form auch immer. Wir danken euch für die Unterstützung und halten euch auf dem Laufenden.